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JENSEITS VON PISA: SOZIALE HERKUNFT UND BILDUNGSCHANCEN IN FINNLAND UND DEUTSCHLAND

FR 18.04, 14.00 Uhr

Hiroshimastraße 17, 10785 Berlin

Location: Friedrich-Ebert-Stiftung, Großer Saal

Eintritt: frei

Tickets: Anmeldungen erbeten bis 11.4.2008. Friedrich-Ebert-Stiftung, Fax 030-26935858, forumpug@fes.de

Veranstalter: Finnland-Institut in Deutschland (www.finstitut.de), Friedrich-Ebert-Stiftung (www.fes.de/forumpug)

18. April
14:00 Uhr

Verschiedene Studien haben den sehr engen Zusammenhang von sozialer Herkunft und Bildungserfolg in Deutschland deutlich gemacht: Bildungs- und damit Lebensperspektiven werden sozial vererbt. Die aktuelle PISA-Studie hat gezeigt, dass in keinem anderen der untersuchten Länder der Abstand zwischen dem/der stärksten und schwächsten Schüler/in größer ist als in Deutschland. Doppelt benachteiligt sind nach dieser Studie Jugendliche aus Zuwandererfamilien.

Die skandinavischen Länder – insbesondere Finnland – gelten als Paradebeispiel für eine chancengerechte Bildungspolitik. Gleiche Bildungschancen für alle jungen Menschen gehören seit Anfang der 1970er-Jahre zum Regierungsprogramm Finnlands.

In Deutschland wird dringend nach Lösungen gesucht, unser Schulsystem so zu reformieren, dass auch Schüler/innen aus bildungsfernen Familien gleiche Chancen haben und dabei eine individuelle Förderung erhalten.

Das Finnland-Institut in Deutschland hat beim Berliner Wissenschafts-Verlag das Buch „Jenseits von PISA. Finnlands Schulsystem und seine neuesten Entwicklungen“ veröffentlicht. Gemeinsam laden das Forum Politik und Gesellschaft der Friedrich-Ebert-Stiftung und das Finnland-Institut in Deutschland renommierte Bildungspolitiker aus Finnland und Autoren dieses Buches ein, ihr „Erfolgsrezept“ sowie dessen Implementierung zu erläutern.

Bildungspolitiker/innen, Wissenschaftler/innen und Lehrer/innen werden herzlich eingeladen, von Finnland zu lernen und über Reformüberlegungen für das deutsche Schulwesen zu diskutieren.

Programm:
14.00 Begrüßung
Anne Seyfferth, Leiterin Forum Politik und Gesellschaft, Friedrich-Ebert-Stiftung
Dr. Marjaliisa Hentilä, Leiterin des Finnland-Instituts in Deutschland

14.15. Erfolgsrezept Finnland: Sozial gleich und individuell fördern
Rainer Domisch, Zentralamt für Unterrichtswesen, Helsinki

14.45 Vom Konzept zur Umsetzung: Probleme der Gemeinschaftsschule heute
Jukka Sarjala, Generaldirektor a.D., Zentralamt für Unterrichtswesen, Helsinki

15.00 Diesseits von PISA: Herausforderungen und eine Ermunterung für die Schulen
Prof. Dr. Manfred Prenzel, Geschäftsführender Direktor des Instituts für die Pädagogik der Naturwissenschaft (IPN), Universität Kiel, Federführung im deutschen PISA-Konsortium 2003 und 2006.

15.20 Diskussion
Dr. Anne Overesch, Autorin der Studie „Wie die Schulpolitik ihre Probleme (nicht) löst – Deutschland und Finnland im Vergleich“, Politikredakteurin bei der Neuen Osnabrücker Zeitung

Rainer Domisch, Zentralamt für Unterrichtswesen, Helsinki

Jukka Sarjala, Generaldirektor a.D., Zentralamt für Unterrichtswesen, Helsinki

Prof. Dr. Manfred Prenzel, Geschäftsführender Direktor des IPN, Universität Kiel

Axel Thurow, Kompetenzzentrum Internationale Beziehungen, Leiter der Friedrich-List-Schule, Berlin

Moderation: Annette Schäfer, Journalistin

16.30 Get together

Seminarsprache: Deutsch


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